PRESSE 

Galerie am Bach, Erlinsbach

Acht Kunstschaffende stellen in der Galerie am Bach in Erlinsbach SO ihre Werke bis zum Sonntag, 21. Dezember 2014 aus.  Madeleine Schüpfer


Vom 30. November bis zum Sonntag, 21. Dezember zeigen acht Kunstschaffende in der Galerie am Bach ihre neusten Arbeiten; Maler, Objektkünstler und Bildhauer. In dieser reichen Vielfalt erlebt der Besucher eine Ausstellung der besonderen Art. 

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Abstrakte Ausrichtungen

Rudolf Fankhauser aus Niederwangen BE tanzt aus der Reihe und zeigt Bilder, die mit abstrakten Ausrichtungen spielen, immer in einem dichten Farbenspiel. Er zeigt viel sattes Blau oder leuchtendes Gelb, aufgelockert durch helle oder andersfarbige Flächen, die zu tanzenden Schimmern werden. Er geht einen sehr persönlichen Weg, orientiert sich an sich selbst, liebt das Spontane und taucht ein in Farbräume, die immer mit der inneren Freiheit und Stille zu tun haben. Jedes Bild besteht aus mehreren Schichten, und dies macht den Malvorgang so spannend und einmalig.

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Auf der Suche nach dem Zufall


Rudolf Fankhauser aus Niederwangen liebt die Abstraktion, das  dichte Farbenspiel , geprägt von spontanen, emotionalen Einfällen.  Er geht einen ganz persönlichen Weg, frei von irgendwelchen Vorstellungen, lässt das, was in seinem Innern sich bewegt , spontan wachsen und erkennt in einer einmaligen Weise, dass all die Dinge, die wir in uns und um uns geschehen lassen, dazu beitragen, unserem Leben einen besonderen Sinn zu geben. Nicht die festen Konzepte sind es, die uns in der Erkennung unserer Kreativität weiterbringen, sondern das in uns Gefühlte, unsere Erinnerungsbilder, die wie in einem Film an uns vorbeiziehen, neue Ausrichtungen erhalten und uns bewusst werden lassen, dass in der Spontaneität des Machens eine unglaubliche Freiheit liegt. Liebt man  die Reduktion beim Gestalten von Bildräumen, so steigt man auch ein in die Stille, auf das Loslassen von Dingen, die keine Wichtigkeit mehr haben, damit all das Farbintensive in uns selbst nach aussen gehen kann , um in bildnerischer Form Gestalt anzunehmen. Das Malen ist für ihn ein Vorgang voller Leichtigkeit und Schönheit. Jedes Bild hat seine persönliche Aussage, wird mehrmals überarbeitet, in feinen Schichten, manchmal kraftvoll, dann wieder zärtlich, und immer schwingt das Gefühl für die Stille, für das Zurückgenommene obenauf, so als gäbe es nur eine Antwort, nämlich sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, nicht als berechnende Absicht, sondern ganz aus der Spontaneität heraus. Seine Farben verzaubern, die bewegten Bildräume nehmen jeden mit , sind Geheimnis und Rätsel zugleich, aber nicht im Sinne, dass man in Versuchung kommen könnte, eines zu enträtseln, sondern immer so, dass man mit Respekt das Bild in sich im Raume stehen lässt. Es gibt Dinge, die brauchen keine Antwort, und so ist es mit diesen Bildern, sie leben aus sich heraus, zart, still, farbintensiv und voller kreativer Selbstverständlichkeit.

(Text Madeleine Schüpfer 2016)


In search of synchronicities

Rudolf Fankhauser (from Niederwangen, Switzerland) loves abstraction, the dense interplay of colour, and is strongly influenced by spontaneous, emotional ideas.  He proceeds along his own, personal way, free from any preconceptions.  He allows that which moves him inwardly and that which grows spontaneously to come to fruition.  In a unique way, he recognizes that all the things that happen in us and around us contribute in making our lives especially meaningful.  It is not the established concepts that aid us in recognizing our creativity but rather those things that evoke our feelings, the memory images that pass in review, receive new interpretations, and make us conscious of the incredible freedom that lies in creating spontaneously.  If one loves the reduction involved in fashioning such image spaces one attains a quietness, a letting go of things that no longer have importance so that all that is intensively colourful in us can emerge outwardly in order to take shape in the form of an image.  For him painting is a process full of ease and beauty.  Every picture has its own personal message, is revised repeatedly, in fine layers, sometimes forcefully but once again delicately, and always there is the feeling of quiet, topped by that which is held back, as if there was only one answer, namely to concentrate on the essential, not with calculated intent but totally spontaneously.  His colours fascinate us, the living images take everyone along, with mystery and riddles at the same time, not in the sense that one could be tempted to solve the puzzle but that, respectfully, one always lets the image exist in its space.  There are things that require no answer and that is how it is with these pictures.  They live out of themselves, tenderly, still, intensely colourful and full of creative naturalness.  In this sense this is an exhibition that moves us and takes us into a quiet that is not artificial but lives totally out of itself and makes it clear that the creative around us and in us needs no reply.
Translation by Art Funkhouser