PAINTING INTRO

Painting what and how I feel

My paintings are free of all the constraints of chromatics, proportion, symmetry and perspective. In choosing what and how I paint, I can afford to follow my feelings: spontaneous, abstract, minimalist, emotional, not commercial, not scholarly, not political, neither right nor wrong, neither good nor bad.

Searching for luck
Every morning during my time as an apprentice draughtsman I had to practice and perfect my rendering of the oblique standard fonts (with a 750 slant!) required by the regulations of the Swiss Society of Engineers and Architects; a tedious daily chore involving fountain pens, stylographic pens and lots of black ink. There were also times when I had to spend days shading out plans with water-colours. There were no computers in those days! This relentless focus on the perfection of my drawing and writing skills (de)formed me for life. Today I still have to struggle to shake off the influence of this training and I often feel uneasy producing and accepting a painting emerging from spontaneity and lucky coincidence. I have no subscription to luck and so with every new painting my search for luck starts anew.


Spontaneity
My paintings are incomprehensible and so irreproducible. The challenge lies in accepting the simplicity of the approach, the lack of perfection, the visible mistakes. The risk lies in loosing spontaneity in my stumbling towards the imperfect painting.

Just let yourself go, I tell myself. Don’t think while painting: Thinking is the enemy of creativity. If I try to think and paint at the same time I become self-conscious, constrained, inhibited and blocked. I cannot try to achieve something, I just have to do it, then it (might) comes out right.


Tranquility and Reduction
Reduction and and not constraint leads to tranquility. Noises are multitude, tranquility is unique.

I search for tranquility and let it appear in my paintings. I want to paint tranquil pictures in a noisy world.

A painting comprises many levels. All that remains is that which is essential.

Less is more on the way to a peaceful composition. Eliminate everything noisy and superfluous, respect simplicity and tranquility and rejoice in noble and sublime reduction!

MALEREI INTRO

Malen wie und was ich fühle

Meine Bilder sind frei von allen Zwängen der Farbenlehre, Proportionen, Symmertrien und Perspektiven. Ich kann es mir leisten, so zu malen wie und was ich fühle: spontan, abstrakt, minimalistisch, emotional, unkommerziell, unakademisch, unpolitisch, weder falsch noch richtig, weder schlecht noch gut.

Auf der Suche nach dem Zufall
Als Bauzeichnerlehrling musste ich jeden Morgen eine Stunde lang Buchstaben üben, technische SIA-Schrift, 75° geneigt. Eine mühsame Morgengymnastik mit Redisfeder, Spitzfeder und schwarzer Tusche. Das exakte Schreiben und Zeichnen haben mich für den Rest meines Lebens geformt, ich will sagen verformt. Oft musste ich tagelang Pläne mit Wasserfarben kolorieren. Das Kolorieren nahm mir die Lust am freien Malen. Computer gab es damals noch nicht.

Heute kämpfe ich, davon wegzukommen. Es fällt mir nach wie vor schwer ein Bild zu malen, welches ganz auf Zufall basiert. Der Zufall lässt mich sozusagen im Stich. So muss ich mich bei jedem Bild erneut auf die Suche nach dem Zufall begeben.


Spontanität
Es entstehen Bilder, die nicht nachvollziehbar sind. Bilder, die nicht kopiert werden können. Sie sind einfach entstanden. Und das ist viel anspruchsvoller. Ich suche das unperfekte Bild. Meine Bilder sind nicht perfekt, sonst ist etwas falsch gelaufen. Die Spontanität darf nicht verloren gehen. 

Einfach tun, dann wird es gut. Nichts denken beim Malen. Denken ist der Feind der Kreativität. Denke ich beim Malen, dann bin ich selbstbewusst, gefangen, gehemmt, eben unfrei. Ich darf nicht versuchen etwas zu tun. Ich muss es einfach tun, dann wird es gut.


Reduktion und Stille
Reduktion und nicht stilistischer Zwang ergibt ein Gefühl der Stille. Es gibt unzählige Geräusche, aber es gibt nur eine Stille. 

Ich suche die Stille und versuche sie in meinen Bildern sichtbar zu machen. Ich will in der lauten Welt stille Bilder malen.

Das Bild besteht aus mehreren Schichten. Am Schluss bleibt nur das Nötigste übrig.

Wenig „Zutaten“ in eine friedvolle Komposition. Eliminiere alles Unwichtige. Respekt für die Einfachheit und Stille. Reduktion auf das Allermindeste. Noble, erhabene Reduktion.